Anlässlich des Verbotes der Bockupy-Proteste durch die Ordnungsbehörden der Stadt Frankfurt erklärt der Bundesvorstand der GRÜNEN JUGEND:
„Wir werden in den kommenden Tagen im Bündnis Blockupy gegen die Eurokrisenpolitik von Troika und der Merkel-Regierung in Frankfurt auch mit Mittel des zivilen Ungehorsams demonstrieren und uns für ein solidarisches, sozial gerechtes und ökologisches Europa einsetzen. Ein friedlicher Protest für ein Ende des Kürzungs-Wahnsinns und der Politik der Troika in der Symbolstadt des Finanzkapitalismus Frankfurt – und zwar in ihrem Herzen – muss möglich sein.
Die Stadt Frankfurt am Main versucht mit allen Mitteln und in Kaufnahme massiver Grundrechtsverletzungen, diese geplanten Proteste zu verhindern. Vor Gericht hat das Bündnis mit der Aufhebung des Verbotes der Demonstration am Samstag und der Tanzdemo zum Auftakt der Aktionstage einen Teilerfolg errungen. Das Urteil des Gerichts bestätigt uns darin, dass der Versuch der Stadt, unser grundgesetzlich geschütztes und garantiertes Recht auf Versammlungs- und Meinungsfreiheit außer Kraft zu setzen, juristisch nicht haltbar ist.
Gemeinsam mit dem Bündnis werden wir weiter politisch und juristisch dafür streiten, dass die Aktionstage als Gesamtkonzept mit allen Veranstaltung durchgeführt werden können. Es muss möglich sein, auf staatlichen Plätzen offen und friedlich über die aktuelle Politik der Troika und der Merkel-Regierung zu diskutieren, diese zu kritisieren und neue Ansätze zu entwickeln. Es ist ein Skandal, dass die Stadt ihrerseits Widerspruch eingelegt hat und weiterhin versucht, das Totalverbot aller Aktionen zwischen dem 16. und dem 19.05.2012 in der Frankfurter Innenstadt durchzuboxen, das sogar eine Aktion zum internationalen Tag gegen Homophobie unmöglich macht.
Für die GRÜNE JUGEND ist klar: Die Hau-Ruck-Versuche, die Veranstaltungen zu verbieten, sind politisch motiviert und falsch! Durch das Volk legitimierte Institutionen müssen das Grundrecht auf Demonstration schützen und die Wahrnehmung des Rechtes ermöglichen, statt es mit Füßen zu treten! Pauschale Verbote und Kriminalisierung der DemonstrantInnen im Vorfeld gefährden den friedlichen Protest!“

