Gemeinsame Pressemitteilung der Grünen Jugenden Frankfurt am Main, Darmstadt und Marburg-Biedenkopf zur EM

Die Grüne Jugend-Kreisverbände Frankfurt a.M., Darmstadt und Marburg erklären sich
solidarisch mit der Grünen Jugend Rheinland-Pfalz und dem Bundesverband der Grünen
Jugend und verurteilen die Angriffe, Morddrohungen und Schmähungen von keineswegs
harmlosen "Patriot*innen". Wir unterstützen die Position der Grünen Jugend Rheinland-Pfalz
sowie anderer Grüne-Jugend-Verbände, zum Verzicht auf ein deutsches Flaggenmeer
aufzurufen. Daher kritisieren wir die Stellungnahme unseres Landesverbandes, der Grünen
Jugend Hessen (GJH), die nicht mit unseren Kreisverbänden abgestimmt wurde und
Beschlüssen der Grünen Jugend Hessen widerspricht.
Aus unserer Sicht ist es eine völlig nachvollziehbare Position, die nationale Kollektividentität,
wie sie bei Fußballgroßereignissen seit 2006 auch durch eine massive Verwendung der
deutschen Flagge hergestellt wird, abzulehnen. Zu Zeiten einer großen internationalen
Sportveranstaltung sind nicht plötzlich alle Probleme vergessen. Nationalstolz führt auch und
gerade zu WM- und EM-Zeiten zu Diskriminierung, rechter Gewalt und Ablehnung von
Menschen, die nicht als "deutsch" angesehen werden. Wir möchten an Studien und
Erkenntnisse erinnern, dass insbesondere WM- und EM-Veranstaltungen der Männer im
Fussball zu sexistischen und rassistischen Vorfällen führen und sich diese häufen.
Nicht jede*r Fußballfan ist gleich ein*e „Patriot*in“ und Fußballspiele lassen sich ganz ohne
das Hochjubeln einer vermeintlichen eigenen Nation und Abwertung anderer genießen.
Insbesondere angesichts der deutschen Geschichte und auch der aufflammenden rassistischen
Gewalt, z.B. gegen Geflüchtetenunterkünfte, sehen wir es allerdings als geboten, vor einer
Beflaggung zu warnen, die äußerlich einer Pegida-Demonstration gleicht.
Die Tatsache, dass eine große Anzahl von Menschen auf eine harmlose Aufforderung der
Grünen Jugend Rheinland-Pfalz mit Morddrohungen und verbaler Gewalt reagiert, bestätigt
die Wahrnehmung der Gefahren, die vom vermeintlichen "Party-Patriotismus" ausgehen.
Deshalb rufen die Kreisverbände Frankfurt, Darmstadt und Marburg-Biedenkopf der Grünen
Jugend alle Fussballfans dazu auf: Feiert rücksichtsvoll und nehmt die Fahnen runter!
Fairplay kennt keine Nation.
Kontakt:
Frankfurt a.M.: Jakob Lindner; jakoblindner@gmx.de
Darmstadt: Julian Haas, Johanna Saary; vorstand@gjda.de
Marburg: Maximilian Walz, Madelaine Stahl; gruenejugend.marburg-biedenkopf@gmx.de

Vortrag zum BGE

Am 3. Juni wird in der Schweiz über ein bedingungsloses Grundeinkommen (BGE) abgestimmt. Da stellen sich natürlich die Fragen: Was bringt einer Bevölkerung ein BGE? Sollte in Deutschland ein BGE eingeführt werden? Entspricht das BGE dem Gleichheitsgrundsatz? Ein BGE, warum nicht?
Zu diesem brisanten Thema haben den promovierten Volkswirt und Bundestagsabgeordneten Dr. Wolfgang Strengmann-Kuhn von der Fraktion Bündnis90/Die Grünen eingeladen. Er beschäftigt sich seit langer Zeit mit Armut und an Lösungen für Deutschland. Eines seiner Hauptthemen sind die Bürger*innenversicherung und das BGE. Seit Jahren engagiert er sich deswegen im grünen BGE-Netz. Durch einen Vortrag von ihm werden wir einen inhaltlichen Input bekommen und anschließend gemeinsam diskutieren.
Dazu laden wir jede*n herzlich ein am Mittwoch den 25. Mai um 19:30 Uhr in das Büro der Frankfurter Grünen in der Oppenheimer Str. 17, 60594 Frankfurt am Main zu kommen. Für Verpflegung und einen spannenden Abend ist gesorgt! ☺

Datum: 
Mittwoch, 25. Mai 2016 - 19:30 to 22:00

Pressemitteilung der Grünen Jugend Frankfurt Frankfurter zur Kooperation mit Lesbos und Lampedusa

Frankfurter Kooperation mit Lesbos und Lampedusa

Die Grüne Jugend Frankfurt ruft die kommende Regierungskoalition auf, dem Beispiel
Barcelonas zu folgen.
Vor kurzem hat sich die Stadt Barcelona, angesichts des Scheiterns der EU im Umgang mit
der aktuellen Geflüchtetensituation, dazu entschieden, den Geflüchteten in Lesbos und
Lampedusa mit technischen und finanziellen Mitteln zu helfen. Dazu kam es zu einem
Abkommen mit den entsprechenden politischen Vertreter*innen. Zusätzlich werden die
lokalen Mittel für Hilfsorganisationen und Aufnahmekapazitäten in Barcelona aufgestockt.
Frankfurt, welches sich stets als weltoffen und international versteht, sollte dem Beispiel
Barcelonas folgen und umfangreiche finanzielle Unterstützung den NGOs, die sich an den
Außengrenzen der EU für die Notlage der Geflüchteten einsetzen, gewähren. Dies ist in
Zeiten der Aushöhlung des Asylrechts und der inhumanen Untätigkeit der EU dringend
geboten. Die Mittel sollen dabei nicht in irgendeiner Weise der derzeitigen
Abschottungspolitik und Inhaftierungslager an der Außengrenzen dienen, sondern genau dort
ankommen, wo sich für die Verbesserung der Lebensumstände der Geflüchteten eingesetzt
wird. Es bedarf zusätzlicher Schritte innerhalb der Stadt Frankfurts sich für die Unterstützung
der Geflüchteten einzusetzen. Mehr bezahlbaren Wohnraum, kostenlose Nahverkehrstickets,
finanzielle Förderung von Geflüchteteninitiativen und das Zulassen eines selbstverwalteten
migrantischen Zentrums stellen dabei wesentliche Teile vieler Schritte in diese Richtung dar.

Siehe mehr zur Initiative Barcelonas:
http://www.pressenza.com/de/2016/04/die-buergermeister-von-barcelona-les...

Bei Rückfragen: Tim Wolff, Tim.Wolff@gmx.de, 017647727340

Kreismitgliederversammlung

TOPs stehen noch nicht fest. Vorschläge bitte an vorstand[at]gruene-jugend-frankfurt.de!

Datum: 
Dienstag, 17. Mai 2016 - 18:00 to 21:00

Kreismitgliederversammlung

Datum: 
Dienstag, 3. Mai 2016 - 18:00 to 20:00
Ort: 
LGS: Oppenheimer Str. 17, 60594 Frankfurt am Main

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