An diesem Freitag gehen wieder weltweit junge Menschen auf die Straße, um für starke EU-Klimaziele, einen Kohleausstieg bis 2030 und die sozial-ökologische Transformation zu demonstrieren. Auch die GRÜNE JUGEND Frankfurt und BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Frankfurt werden an den drei Kundgebungen (Alte Oper, Hauptwache, Römer) teilnehmen, die ein intersektionales Bündnis aus Fridays for Future, Migrantifa, Black Power, Beheard und F*Streik organisiert hat. Die Forderungen, die in Frankfurt im Mittelpunkt stehen, teilen sich in drei Stränge auf, deren Kämpfe endlich zusammengeführt werden müssen: Klimaschutz, Feminismus und Anti-Rassismus. Ökologische, feministische und migrantische Perspektiven wollen wir zusammendenken und so Betroffenheiten sichtbar machen.

Wir fordern:

– Die Anerkennung des Klimawandels als Fluchtursache, sowie die Anerkennung der Verantwortung für die historischen Treibhausgasemissionen und ihre Folgen für den Globalen Süden. Dies muss dazu führen, dass wir eine humanitäre und menschenwürdige Asylpolitik in der EU, in Deutschland und auch in Frankfurt realisieren.

– Eine Politik, die die spezifischen Auswirkungen des Klimawandels und seine Folgen für Frauen* im Globalen Süden in den Blick nimmt. Der Klimawandel ist nicht geschlechtsneutral, er hat spezifische nachteilige Auswirkungen auf Frauen* und Mädchen*. Die mit dem Klimawandel verbundenen Risiken verstärken die Ungleichheiten zwischen den Geschlechtern und stellen eine akute Bedrohung für die Ausübung der Menschenrechte durch Frauen* und Mädchen* dar. Frauen* müssen daher in allen klimapolitischen Gremien und Prozessen in besonderem Maße vertreten sein.

– Das Ende der ausbeuterischen, westlich geprägten Lebensweise auf Kosten des weltweiten Ökosystems und der Biodiversität. Wir brauchen eine Wirtschaftsweise, die sich den planetaren Grenzen verpflichtet fühlt und sich vom Mantra des unbegrenzten Wirtschaftswachstums und des übermäßigen Ressourcenverbrauchs verabschiedet. Wir kämpfen dafür, die immer drastischeren Folgen des Klimawandels zurückzudrängen. Jegliches staatliche und politische Handeln muss auf die Einhaltung der Pariser Klimaziele ausgelegt sein. Unser Ziel muss eine klimaneutrale Gesellschaft bis spätestens 2035 sein.