Am morgigen 8. Mai ist vor 75 Jahren in Europa der Zweite Weltkrieg durch die bedingungslose Kapitulation der Wehrmacht und den Sieg der Alliierten über Nazi-Deutschland beendet worden. Als Teil des „Bündnis 8. Mai“ in Frankfurt fordern wir, die GRÜNE JUGEND Frankfurt, den Tag der Befreiung zum Feiertag zu machen. Noch wichtiger ist aber sich jeden Tag für ein gelebtes „Nie Wieder“ einzusetzen. Mit dem Sieg über das nationalsozialistische Regime und der Befreiung der Konzentrationslager sind Hass, Menschenfeindlichkeit und Diskriminierung nicht aus den Köpfen der Menschen verschwunden; Antisemitismus und Rassismus existieren weiterhin in unserer Gesellschaft. Mit den Anschlägen und Attentaten in Kassel, Halle und Hanau hat sich dies im letzten Jahr wieder einmal deutlich gezeigt.  Rechtsextreme Ideologien gewinnen durch das Erstarken der AfD wieder zunehmend an Einfluss im politischen System und in der Gesellschaft. Jeden Tag und nicht nur am 8. Mai müssen wir uns dem entgegenstellen. Unter dem Motto #GedenkenStattVergessen nehmen wir daher an der Aktion der GRÜNEN JUGEND Hessen teil, die für morgen Gedenkspaziergänge vorbereitet hat. In ganz Frankfurt werden 75 Biographien von Opfern des Nationalsozialismus zu lesen sein, eingetragen auf einer mobilen Karte, um so dezentrale, individuelle Gedenkspaziergänge zu ermöglichen.    

Eine weitere Möglichkeit den 8. Mai trotz Corona zu würdigen, ist es, an Orten, die an die Opfer des Faschismus und Widerstandskämpfer*innen erinnern, Schilder, Plakate und rote Blumen niederzulegen. Darum bittet Esther Bejarano, Überlebende und Vorsitzende des Auschwitz-Komitees. Die Aktionen sollen ab sofort in den sozialen Medien unter Hashtags wie #8Mai, #TagDerBefreiung, #75Befreiung, #Feiertag und immer unter Verweis auf #Frankfurt geteilt werden. Gerne auch können Bilder und Videos an die Facebook-Seite des Bündnisses @8maibuendnisfrankfurt gesendet werden.