Die Jusos Frankfurt und die Grüne Jugend Frankfurt zeigen sich enttäuscht über
das Ausbleiben eines linken Bündnisses in Frankfurt.
„Wir hätten uns ein progressives Linksbündnis für Frankfurt gewünscht. Der
Wahlausgang und die aktuelle politische Lage zwingen jedoch dazu, der Realität ins
Auge zu schauen“, erklären die beiden Jugendorganisationen gemeinsam.
Vor diesem Hintergrund fordern die Jugendverbände ihre Mutterparteien, SPD und
Bündnis 90/Die Grünen, dazu auf, konstruktiv Gespräche über eine gemeinsame
Koalition zu führen. Ziel müsse eine verlässliche und progressive Stadtpolitik sein,
die soziale Gerechtigkeit, Klimaschutz und gesellschaftlichen Zusammenhalt
gleichermaßen in den Mittelpunkt stelle.
Für eine mögliche gemeinsame Koalition benennen die Jusos Frankfurt und die
Grüne Jugend Frankfurt zugleich zentrale politische Vorhaben. Im Mittelpunkt steht
dabei vor allem bezahlbares Wohnen: Die Jugendorganisationen fordern
Investitionen in den geförderten Wohnungsbau sowie eine verbindliche Quote von
mindestens 50 Prozent Sozial- und Mittelstandswohnungen bei Neubauprojekten.
Außerdem setzen sie sich für die Gründung eines Azubiwerks mit bezahlbaren
Wohnheimplätzen und mehr günstigen Wohnraum für Studierende ein. Das
Leerstandsgesetz muss auf Stadtebene konsequent umgesetzt werden.
Darüber hinaus fordern die Verbände eine soziale Stadtpolitik, die gesellschaftliche
Teilhabe stärkt. Der Frankfurter Weg muss in der Drogenpolitik konsequent
umgesetzt und weiterentwickelt werden sowie kostenfreien Zugang zu
Schwimmbädern und der Eissporthalle für alle unter 18 und Menschen in
Ausbildung.
Auch beim Klimaschutz sehen die Jugendorganisationen dringenden
Handlungsbedarf: Gefordert werden ein klimaneutrales Frankfurt bis 2035, einen
schrittweisen kostenlosen ÖPNV für alle sowie ein verbindlicher Hitzeschutzplan,
der insbesondere vulnerable Gruppen schützt. „Die Klimakrise ist eine soziale
Frage und verlangt konsequentes politisches Handeln.“, erklären die Verbände.
„Jetzt geht es darum, Gemeinsamkeiten zu finden, statt Differenzen weiter zu
verschärfen. Frankfurt braucht eine Politik für alle Menschen dieser Stadt und
keinen weiteren Aufschub. Es ist an der Zeit zusammenzurücken.“, so die
gemeinsame Erklärung.
Abschließend richten die Jusos Frankfurt und die Grüne Jugend Frankfurt einen
deutlichen Appell an die Parteispitzen: „Rafft euch!“, Frankfurt braucht eine
progressive Stadtregierung.
(Pressemitteilung vom 19.05.2026)
Grüne Jugend Frankfurt am Main
Vorstand@gruene-jugend-frankfurt.de
V.i.S.d.P. Paula Hübbe & Tom Oettinger
Jusos Frankfurt am Main
buero@jusos-frankfurt.de
V.i.S.d.P. Lisa Lehwalder & Lennart Kretschmer