Neues aus der GJ: Vorstandswahlen

Zur Kreismitgliederversammlung, am 12. Juli 2022 wurde ein neuer Kreisvorstand der Grünen Jugend Frankfurt gewählt.
Gleichzeitig wurde zu der Sitzung die Delegation für den Landesbeirat der Grünen Jugend Hessen (GJH) festgelegt.

Wir bedanken und für die Arbeit des vergangenen Vorstands und freuen uns auf das kommende politische Geschäftsjahr.

Wenn ihr genauer schauen wollt, wer der neue Vorstand ist, dann schaut doch auf der Vorstandsseite vorbei.

Bild des Vorstands von links nach rechts.
Oben: Aram, Nina, Lea, Maren, Henrik
Unten: Titus, Leah, Lena, Lukas
(Nicht auf dem Bild: Puyan)

Unser Beitrag in der Grünen Woche: Ungerechtigkeiten abbauen

Beitrag vom 03. Juni 2022

Für uns als Grüne Jugend ist es fundamental wichtig, dass die Ungerechtigkeiten mit der Zeit kleiner und nicht größer werden – diesen Trend konnten wir in den vergangenen Jahren leider in Deutschland nicht beobachten. Umso wichtiger war uns, hierzu ins Gespräch mit Wolfgang Strengmann-Kuhn zu kommen, der mit uns über das Thema „Armut trotz Erwerbslosigkeit“ sprach. Mit der Einführung des Mindestlohns und der kommenden Erhöhung auf 12 EUR ist zwar ein wichtiger Schritt geschafft. Doch wie erreichen wir gleiche Lebenschancen auch für diejenigen, die nur über ein niedriges Einkommen verfügen? Diejenige Hälfte der Bevölkerung, die keinerlei Vermögen oder sogar Schulden hat? Dazu diskutierten wir zum Bürgergeld, BGE/ der Kinderabsicherung und dem Grunderbe. Gleichzeitig erleben wir in den letzten Jahren durch die Digitalisierung einen Trend, dass durch Plattformökonomieeffekte eine Arbeitsform von „abhängigen Selbstständigen“ entsteht. Diese sind schlecht abgesichert und bekommen oft nur einen niedrigen Verdienst. Hierzu müssen wir als GRÜNE über politische Maßnahmen wie Mindesthornorare sprechen. Ihr seht: die Diskussion hat gerade erst begonnen und die Zeit war zu schnell vorbei.

Unser Anspruch als GRÜNE JUGEND ist es, Bildungsarbeit zu leisten, einen Raum für junge engagierte Menschen zu bieten und B90/DIE GRÜNEN im Wahlkampf zu unterstützen. Dafür brauchen wir jedoch eure Unterstützung: unsere Mitglieder sind meist noch Schüler*innen, Studis oder Auszubildende. Wir können und wollen von ihnen keine hohen Mitgliedsbeiträge verlangen. Umso dankbarer wären wir über euren finanziellen Support, z.B. in Form einer Fördermitgliedschaft. Dies lässt sich ganz einfach über unsere Website beantragen: https://www.gruene-jugend-frankfurt.de/foerdermitgliedschaft/

Feministischer Kampftag 2022

Für eine gerechte und solidarische Gesellschaft ist die Gleichstellung aller Geschlechter ein MUSS! Die Ungleichbehandlung und schlechtere Bezahlung von FINTA*s (Frauen, inter-, nicht-binär, trans und agender Menschen) in unserer Gesellschaft ist leider immer noch Realität. Alle Versprechen und öffentliche Bekundungen unserer modernen Gesellschaft haben nicht dazu geführt, dass FINTA*s für die gleiche Arbeit das gleiche Geld bekommen. Dies ist ein gesellschaftlicher Skandal, der dringend beseitigt werden muss!

Wir fordern:

  1. Gerechte Bezahlung für die, die den Laden am Laufen halten!
    Sorge für Kinder und Jugendliche, für Senior*innen, für Menschen mit Behinderungen oder für erkrankte Menschen sind die Grundlage für ein funktionierendes Zusammenleben in unserer Gesellschaft. Diese Arbeit wird in den meisten Fällen von FINTA*s übernommen. Wer in den Kitas, im Hort, in den Wohngruppen oder den Tagespflegeeinrichtungen arbeitet, übernimmt essentielle Arbeit für uns alle. Diese Arbeit muss dementsprechend grundsätzlich viel besser entlohnt werden.

  2. Wirtschaftliche Unabhängigkeit für alle – egal ob jung oder alt
    In Deutschland liegt die Gender-Pay-Gap laut Statistischem Bundesamt bei 19 Prozent. Das heißt, FINTA*s verdienen in Deutschland im Durchschnitt 19 Prozent weniger als Männer. Gründe dafür sind, dass FINTA*s aufgrund von geleisteter Sorgearbeit oft in Teilzeit beschäftigt sind, und von FINTA*s dominierte Berufe schlechter bezahlt werden als von Männer dominierte Berufe. Aber auch, dass FINTA*s bei gleicher Qualifikation und gleicher Erfahrung im gleichen Job weniger Geld verdienen als Männer. Wir wollen die Ursachen für diese Ungerechtigkeit endlich beenden! Dafür braucht es nicht nur ein Entgeldgleichheitsgesetz sondern auch ein gerechtes Rentensystem in dem Care-Arbeitszeiten äquivalent zur Erwerbstätigkeit angerechnet werden.

  3. Genug von Minijobs – Sozialversicherung für alle!
    60 Prozent der Minijobs werden von FINTA*s ausgeübt. Insbesondere in Kliniken, Kitas, Nachmittagsbetreuung und im Bereich der Versorgung zum Beispiel in Supermärkten oder in der Gastronomie sind vor allem FINTA*s beschäftigt. Und das häufig in Minijobs.
    Schluss mit Minijobs und schlechter Absicherung. Wer arbeitet muss dafür später eine auskömmliche Rente beziehen können und durch die eigene Arbeit ein gutes Auskommen haben.

  4. Radikale Arbeitszeitverkürzung-30 Stunden Arbeit maximal – bei vollem Lohnausgleich!
    Nicht alle Sorgearbeit wird bezahlt durch Pfleger*innen, Erzieher*innen, Sozialpädagog*innen und die vielen weiteren ausgebildeten Fachkräfte übernommen. Diese unbezahlte Care-Arbeit wird neben oder statt einer Erwerbsarbeit geleistet und muss so geschlechtergerecht wie möglich verteilt werden. Die staatlichen Rahmenbedingungen müssen das ermöglichen: durch eine Arbeitszeitverkürzung auf maximal 30 Wochenstunden bei vollem Lohnausgleich.

  5. Care-Arbeit geschlechtergerecht verteilen durch paritätische Elternzeit & Rückkehrrecht von Teilzeit in Vollzeit für alle!
    Weniger Stunden Erwerbsarbeit pro Woche reichen nicht um unbezahlte Sorgearbeit in Familie und Freundeskreis – also im privaten Bereich – geschlechtergerecht zu organisieren. Wir brauchen progressive Elternzeitmodelle, die finanzielle Anreize für Alleinverdiener*innenmodelle oder Teilzeitfallen für FINTA*s abschaffen und ein Rückkehrrecht in die Vollzeit für alle Personen.

Pressemitteilung – Ring Politischer Jugend Frankfurt a.M.

Ablehnung des russischen Angriffs auf die Ukraine Der Ring Politischer Jugend (RPJ) Frankfurt erklärt sich als Verband politischer Jugendorganisationen entsetzt über den russischen Angriffskrieg auf die Ukraine.
Krieg trifft immer diejenigen zuerst, die am wenigsten dafür können. „Unsere Solidarität gilt vor allem den Kindern und Jugendlichen im Krisengebiet, die für diesen Konflikt nicht verantwortlich sind, der ihr Leben aber auf Jahre und Jahrzehnte beeinträchtigen wird“, erklärt Lukas Hamm, Vorsitzender des RPJ. „Wir stehen auch solidarisch mit der ukrainischen Zivilbevölkerung, die in diesem unnötigen Konflikt am schwersten leiden muss.“
Wir fordern einen sofortigen Waffenstillstand, den Abzug der russischen Truppen aus den Gebieten Donezk und Lugansk und die Rückkehr an den Verhandlungstisch.
Wir fordern auch die russische Zivilbevölkerung auf sich der kriegstreiberischen und machtbesessenen Politik ihrer Regierung entgegenzustellen.
Wir fordern von der Bundesregierung und der Europäischen Union eine klare und entschlossene, aber möglichst friedliche Strategie den Konflikt zu deeskalieren, gleichzeitig aber gegenüber Russland nicht einzuknicken.
Wir rufen auf sich an Mahnwachen, Gedenkkundgebungen und Demonstrationen zu beteiligen, um die Solidarität mit der Ukraine und die Verurteilung des russischen Imperialismus zu bekunden.

RPJ Frankfurt und seine Mitgliedsorganisationen:
GRÜNE JUGEND Frankfurt
Junge Liberale Frankfurt
Junge Union Frankfurt
JUSOS Frankfurt

Halbzeit! – (W)intersektionale Kämpfe

Die Grüne Jugend Frankfurt startete mit einer überarbeiteten Veranstlatungsstruktur in das neue Jahr: durch verschiedene Formate versuchen wir als Vorstand ein möglichst vielfältiges Programm auf die Beine zu stellen, durch welches unsere vielen (neuen) Mitglieder die Möglichkeit bekommen, die politische Arbeit in Frankfurt, in Hessen und auf Bundesebene kennenzulernen, aber auch selbst Ideen und Projekte zu entwicklen und aktiv zu werden. Jedes Quartal steht ab jetzt unter einem bestimmten Oberthema, wonach sich unsere Veranstaltungsthemen orientieren. Daher ist es unter dem Thema „(W)intersektionale Kämpfe“ auch naheliegend, dass uns in unserer ersten GRÜNEN Expert*innen-Runde im Januar Julia Eberz, Natascha Kauder und Dimitrios Bakakis aus der AG Queer (vielen lieben Dank!) besucht haben und einen Einblick in ihre Arbeit auf kommunaler Ebene gegeben haben. Neben dieser internen Veranstaltung, stand im Januar das Netzwerken ebenfalls im Mittelpunkt: es gab einen Spieleabend mit der Grünen Jugend Darmstadt, unsere Bundessprecherin Sarah-Lee Heinrich schaute (online) mit einem Workshop zum Empowerment der Ortsgruppen vorbei, wir nahmen an dem Planungstreffen des Mietentscheid für den Housing-Action-Day am 26. März teil und unsere beiden Sprecherinnen Lena Ulrich und Leah Luwisch tauschten sich mit dem irischen Generalkonsulat über politische Jugendarbeit aus. Zudem nahm unser Beisitzer Lukas Hamm seine Arbeit als frisch gewählter Vorsitzender des RPJs (Ring politischer Jugend) auf, ein Zusammenschluss der Jugendorganisationen von Bündnis 90 / Die Grünen, SPD, CDU und FDP.  Neben diesen Veranstaltungen wurde im Januar auch die von der GJH organisierte Online-Führung der Gedenkstätte Hadamar anlässlich des Gedenktages an die Opfer des Holocausts am 27. Januar besucht. Der Kampf gegen die Klimakrise muss intersektional und international auf allen Ebene gedacht werden. Von diesen Kämpfen für „Democracy, Climate and Justice“  berichten in der Dokumentation „DEAR FUTURE CHILDREN“ drei junge AKtivistinnen aus Uganda, Chile und Hongkong, welchen wir im Februar unseren Mitgliedern zur Verfügung stellen konnten. Auf der letzten KMV von Bündnis 90 / Die Grünen Frankfurt stellten schließlich unsere beiden Beisitzer Emre Telyakar und Rodi Cicek mit weiteren Unterstützer*innen zwei Anträge, um ein Vielfaltstatut auf kommunaler Ebene und eine*n Diskriminierungsbeauftragte*n zu implementieren. Wir freuen uns sehr, dass der Kreisverband diese beiden wichtigen Anträge angenommen hat. Und natürlich saßen wir alle am 28. und 29. Januar vor unseren Endgeräten und verfolgten die BDK  – an dieser Stelle nochmal herzlichen Glückwunsch an unseren Frankfurter Bub Omid zur Wahl zum Bundessprecher! 

Auch unser Öffentlichkeitsarbeitsteam blieb nicht untätig: Auf Social Media oder in Pressemitteilungen haben wir uns zu den folgenden Themen positioniert:

Pressemitteilung: Antisemitismus hat weiterhin keinen Platz in Frankfurt!

Gemeinsame Pressemitteilung der GRÜNEN im Römer und der GRÜNEN JUGEND Frankfurt vom 11.02.2022

Dass antisemitische Äußerungen nicht Grund genug sind, um BDS-Aktivist*innen die Anmietung städtischer Räume zu verweigern, hat das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig entschieden. Es konterkariert damit die Grundhaltung der Frankfurter*innen, gegen jede Form von Antisemitismus vorzugehen und es erschwert der Stadt Frankfurt ihren BDS-Beschluss von 2017 weiterhin umzusetzen.
Lena Ulrich, rechtspolitische Sprecherin der GRÜNEN im Römer erklärt „Wir müssen jetzt gemeinsam in der Koalition einen Weg finden, mit diesem Urteil umzugehen und dabei unsere klare Haltung gegen jeglichen Antisemitismus beibehalten. Sobald die Urteilsbegründung vorliegt, muss die Stadt Frankfurt ihre Handlungsspielräume prüfen.“ Leah Luwisch, Sprecherin der GRÜNEN JUGEND Frankfurt führt aus: „In den letzten fünf Jahren war es in Frankfurt nicht möglich, dass BDS-Anhänger*innen städtische Räume zur Verbreitung ihrer israelfeindlichen Kampagne nutzen. Damit hat die Stadt Frankfurt sehr deutlich gemacht, dass hier kein Platz für Antisemitismus, die Anzweiflung des Existenzrechts Israels sowie verbale Angriffe auf jüdische Menschen ist. Das muss auch weiterhin so bleiben.“
Lena Ulrich fügt abschließend hinzu: „Dass nun nur noch in Einzelfällen die Vermietung städtischer Räume verweigert werden darf, wenn offensichtlich die Friedlichkeit der öffentlichen Auseinandersetzung gefährdet und zu Aggression und Rechtsbruch führt, ist sehr unzufrieden stellend. Wir stehen klar hinter der Jüdischen Gemeinde in Frankfurt und werden gegenüber der BDS-Kampagne nicht vorschnell nachgeben“.

Die Pandemie und die Vermögensungleichheit – Wie die Reichen sich weiter bereichern.

Als Folge der Corona-Pandemie verschärfte sich die soziale Ungleichheit weltweit. Die zehn reichtsten Männer haben ihr Vermögen während der Pandemie verdoppelt, während in der gleichen Zeit über 150 Millionen Menschen zusätzlich in Armut leben.  Die Krise wirkte wie eine Lupe, oder das viel beschwörte Brennglas , und zeigte wie sehr unser derzeitiges Wirtschaftssystem die bestehende wirtschaftliche Ungleichheit vertieft. Sehr ausführlich wird diese Entwicklung im neusten Bericht „Gewaltige Ungleichheit“ der Entwicklungsorganisation Oxfam veranschaulicht.

Wer profitiert von der Vermögensverteilung während der Pandemie

  • Die zehn reichsten Milliardäre haben in der Pandemie, zwischen März 2020 und November 2021, ihr Vermögen verdoppelt.
  • Auch das Gesamtvermögen der aktuell 2.755 Milliardär*innen ist seit März 2020 um ca. 60% gestiegen (von 8,6 auf 13,8 Billionen USD). 
  • In Deutschland lässt sich eine weitere Konzentration der Vermögen beobachten. Die zehn reichsten Deutschen haben ihr kumuliertes Vermögen seit Beginn der Pandemie von ca. 144 Milliarden auf etwa 256 Milliarden US-Dollar gesteigert.
  • Um diesen gewaltigen Vermögenszuwachs in ein Verhältnis zu setzen: Dieser Vermögenszuwachs während der Pandemie entspricht annähernd dem Gesamtvermögen der ärmsten 40 Prozent, also von 33 Millionen Deutschen.
  • Es wird erwartet das die DAX-Unternehmen 2022 Gewinne in Rekordsumme auschütten. Alleine BMW, Daimler und Volkswagen werden zusammengerechnet Dividenden von gut zehn Milliarden Euro ausschütten, welche Teilweise durch Staatshilfen finanziert werden. Diese Dividenden kommen allerdings nicht der Allgemeinheit zugute zu kommen, sondern werden an die Aktionär*innen ausgeschüttet.

Wer profitiert nicht von der Vermögensverteilung während der Pandemie

  •  Im Gegenssatz dazu fielen im gleichen Zeitraum 163 Mio. Menschen zusätzlich in Armut.  Auch in Deutschland erreicht die Armutsquote mit 16,1 Prozent einen traurigen Höchststand. 
  • Auch eine Vielzahl von Staaten muss sparen: Über 100 Länder mussten Sozialausgaben kürzen und mindestens 73 Ländern stehen durch die Rückzahlung von Covid-19-Krediten vor weiteren Sparmaßnahmen.  Dabei ist gerade die Erfüllung dieser staatlichen Aufgaben wichtiger denn je. 
  • Besonders betroffen durch diese Entwicklung sind u.a. Frauen, von denen 13 Mio. weniger erwerbstätig sind als vor 2 Jahren. Zudem sind laut dem Bericht etwa 10 Mio. Mädchen zusätzlich von Kinderheirat bedroht.  Die unbezahlte Care-Arbeit von Frauen und Mädchen hat ebenfalls erheblich zugenommen. 20 Millionen Mädchen in Ländern mit niedrigem und mittlerem Einkommen werden durch die Auswirkungen der Pandemie nie wieder in die Schule zurückkehren, zusätzlich zu den 130 Millionen Mädchen, die schon vor der Pandemie nicht zu Schule gingen. 
  • Ein weiteres großes Problem, die gerechte Verteilung von Impfstoff: Nur 9,4% der Bevölkerung in einkommensschwachen Ländern wurde mindestens einmal geimpft. Zum Vergleich: In der EU sind es 74%. 

Unsere Forderungen

Wir müssen jetzt handeln und extreme Vermögensungleichheit und Armut bekämpfen, sowie Impfstoff weltweit zugänglicher zu machen.

  • Forderung 1 „Effektive Besteuerung“:
    Wir stehen vollumfänglich hinter der Fordung, dass Konzerne und Superreiche ihren fairen Anteil zur Bewältigung der Krise und zur Finanzierung von notwendigen Maßnahmen zur Verringung von sozialer Ungleichheit beitragen müssen. Regierungen weltweit sollen Konzerne und Reiche stärker besteuern. In Deutschland könnte dies wie auf unserem 54. Bundeskongress beschlossen durch die Einführung einer progressiven Vermögenssteuer sowie einer Verschärfung der bisherigen Erbschaftssteuer gelingen. Zusätzlich ist es nötig weltweit Steueroasen auszutrocken und die globale Mindeststeuer für Unternehmen endlich umzusetzen. 
  • Forderung 2 „Gemeinwohl in den Mittelpunkt“:
    Um das Problem bei der Wurzel zu packen ist es auch nötig Unternehmen stärker Gemeinwohlorientiert auszurichtigen und wichtige Bestandteile der Darseinvorsorge, wie das Gesundheitssystem, der Gewinnlogik zu entziehen. 
  • Forderung 3 „Impfstoffgerechtigkeit“:
    Um die direkten Auswirkungen der Corona-Pandemie effektiv zu begrenzen, brauchen wir sofort besserer Zugang zu Impfstoffen weltweit durch Patentfreigabe sowie Wissens- & Technologietransfers.

Unsere Quellen und weitere Informationen: 
https://www.oxfam.de/system/files/documents/oxfam_factsheet_gewaltige_ungleichheit.pdf
https://www.bpb.de/dialog/265826/deine-taegliche-dosis-politik-archiv
https://www.zeit.de/wirtschaft/2022-01/oxfam-corona-pandemie-reichtum-armut-steuerreform

Pressemitteilung : Verurteilung des N- und M-Wortes

[Anmerkung: Die Pressemitteilung* ist unten zu finden; folgender Text ist die Version für die Website.]

Wir als GRÜNE JUGEND Frankfurt verstehen uns als anti-rassistischer Verband. Wir lehnen die Verwendung rassistischer Begriffe ab und unterstützen die Forderung sowohl das N-Wort, als auch das M-Wort zu verurteilen. Beide Begriffe stammen aus einer Geschichte rassistischer Unterdrückung und sind verletzend und erniedrigend für Betroffene. Sie sind ein Relikt rassistischer Kolonialgeschichte.
„In der derzeitigen Situation ist es wichtig, sich nicht im parlamentarischen Zirkus zu verlieren. Es geht bei antirassistischen Maßnahmen nicht darum, in der Öffentlichkeit gut dazustehen, sondern darum die Lebensrealitäten Schwarzer Menschen anzuerkennen und durch gut abgestimmte Maßnahmen zu verbessern.“ sagt Rodi Cicek aus dem junggrünen Vorstand. Betroffenen zuzuhören, sowie langfristige Bündnis- und Bildungsarbeit in Zusammenarbeit mit Initiativen und Interessenverbänden gehöre genauso dazu,  wie die Umsetzung konkreter politischer Maßnahmen, die letztendlich keine Frage politischen Choleurs, sondern demokratischer Haltung sein sollten.
„Wir sind entrüstet, dass dies nicht Grundkonsens der Frankfurter Koalition zu sein scheint und enttäuscht darüber, dass der Antrag nicht ohne für Betroffene verletzende Streitigkeiten beschlossen werden konnte.“ fügt Leah Luwisch, Sprecherin der GRÜNEN JUGEND Frankfurt, hinzu.
Wir fordern die Koalition aus Grüne, SPD, FDP und Volt auf, wie angekündigt, bis zur nächsten Stadtverordnetenversammlung einen Antrag vorzulegen, welcher nicht nur diese Worte verurteilt, sondern auch die konkreten Maßnahmen zur Bekämpfung von Anti-Schwarzem Rassismus aus dem Koalitionsvertrag umsetzt. Darin sind wichtige Forderungen wie die Umbenennung von Straßennamen und Plätzen mit Bezug zur deutschen und europäischen Kolonialgeschichte sowie dem Nationalsozialismus festgehalten. Diese Maßnahmen sollen im Austausch mit Schwarzen Communities gemeinsam erörtert, angepasst und umgesetzt werden.

* Folgend findet ihr und finden Sie die Pressemitteilung zum Download.


Einen Pressebereicht aus der Frankfurter Runschau zu dieser Mitteilung ist hier zu finden.

Gratulation, Omid!

Wow! Mit 82.6% der Stimmen auf der Bundesdeligiertenkonferenz im Rücken, hat die Partei Bündnis 90 / Die Grünen einen neuen – wie wir finden – sehr kompetenten Bundesvorstitzenden gewählt! Herzlichen Glückwunsch lieber Omid Nouripour!

Wir freuen uns schon riesig darauf, gemeinsam mit dir im „schönsten Job der Welt“ in den kommenden Jahren grüne Politik in Deutschland und der Welt zu gestalten. Keine Angst – wir werden auch weiterhin mit unseren junggrünen Ideen bei dir als Frankfurter Bub auf der Matte stehen!

Nach einer solchen fantastischen Rede, hat er sich dieses grandiose Ergebnis wirklich verdient: „Aber es ist kein Selbstzweck Politik zu machen. Wir machen Politik weil wir aller leben verbessern wollen. Wir machen Politik für alle. Weil uns die Zeit davon rennt, um die Klimakrise zu bändigen. […] Weil nur wir Sozialpolitik und Klimaschutz zusammen bringen. Weil wir Garanten sind für Energiewende und Artenschutz, wir das Wohl unserer Kinder in den Mittelpunkt der Politik stellen wollen. Weil wir uns einsetzten für Frieden und Eintracht international.“ Alles Gute, Omid, für die Zeit als Parteivorsitzender!

Bildbeschreibung: Zu sehen ist Omid Nouripour, der in die Kamera zwinkert. Auf dem Banner steht „Herzlichen Glückwunsch! #FrankfurterBubisParteivorsitzender“

Und natürlich möchten wir nicht das Wahlergebnis vorenthalten:

Bildbeschreibung: Zu sehen ist das Wahlergebnis, Omid Nouripour erziehlte dabei 621 von 752 Stimmen.

Bildquellen: (1) Twitter-Account von Bündnis 90/ Die Grünen (@die_gruenen), (2) eigene Gestaltung des GJ Frankfurt (3) Screenshot von bdk.gruene.de

Gegen Querdenken auf die Straße gehen!

Dass diesen Samstag, der 22. Januar, wieder Querdenker*innen und Verschwörungsideolog*innen zu Demonstrationen gegen die Maßnahmen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie aufrufen, verurteilen wir zutiefst. Wie sich in der Vergangenheit zeigte, halten sich die Teilnehmenden dieser Demos größtenteils nicht an die Hygienemaßnahmen und gefährden damit nicht nur sich selbst sondern auch ihre Mitbürger*innen. Genau diese Mitbürger*innen, die seit fast 2 Jahren vehement gegen die Ausbreitung des Virus kämpfen und dabei an ihre persönlichen, physischen und psychischen Grenzen gehen. Querdenker*innen haben kein Problem damit, mit Rechtsextremen, Antisemit*innen und gewaltbereiten Menschen zusammen zu stehen. Es ist schon lange keine Gruppe mehr, die nur ihre Freiheitsrechte verteidigen will, sondern gezielt Hass und Hetze gegen Wissenschaftler*innen, Politiker*innen und unser Rechtssystem und unsere Demokratie verbreitet.
Die Straße dürfen wir diesen Menschen nicht überlassen! Daher rufen wir – unter der Einhaltung der einschlägigen Hygienemaßnahmen –  zu Gegendemonstrationen auf. Wir stellen uns entschlossen gegen Desinformation, Manipulation und Verschwörungstheorien und stehen für ein solidarisches Miteinander!

Mach mit!

Neuigkeiten und Beiträge



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Hier findet ihr die Beschlüsse der Landes- und Bundesebene.

Alle Mitglieder der Grünen Jugend Frankfurt sind auch auf der Landes- und Bundesebene stimmberechtigt. Das beschlussfassende Gremium der hessischen GJ ist die Landesmitgliederversammlung, kurz LMV. Auf Bundesebene können Positionen auf dem jährlich stattfindenden Bundedesdelegiertenkongress getroffen werden.